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Die Fundgrube für Jedermann

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Bevor ein Artikel in den Schauraum gelangt, wird er sorgfältig geprüft und gereinigt, elektrisches Gerät auf Herz und Nieren getestet. Auf viele Artikel geben wir Gewährleistung.

Durch ein täglich wechselndes Angebot lohnt sich jeder Besuch!

 
Ralf Hoburg
epd-bild/Claudia Reeh-Hoburg

In den Augen des Wissenschaftlers Ralf Hoburg sind Sozialkaufhäuser eine Bereicherung für die regionale Ökonomie und die Stadtkultur. Das Aus für herkömmliche Einkaufsläden biete ihnen neue Chancen.

Hannover (epd). Der hannoversche Hochschulprofessor Ralf Hoburg sieht in Sozialkaufhäusern ein Marktsegment mit großem Zukunftspotenzial. Die Insolvenzwelle der klassischen Kaufhäuser biete Platz für neue multifunktionale Inszenierungen, sagte der Experte für Sozialwirtschaft und Sozialmanagement dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Sozialkaufhäuser könnten hier mit innovativen Laden-Konzepten leer gewordene Orte in den Innenstädten besetzen, Läden und Wohnraum kombinieren und damit Arbeitsplätze und Begegnungsräume in einer sozialen Stadt von morgen entwickeln."

In diese Richtung gehen bereits Projekte wie das "Fairkauf" in Hannover sowie das "B-Wa(h)renhaus" und das "NochMall" in Berlin. Mit Qualitätskonzepten könnten Sozialkaufhäuser neuer Prägung auf Grundlage einer breiten Angebotspalette und einer Ausrichtung auf vielfältige Käuferschichten Billigläden Konkurrenz machen, ist Hoburg überzeugt. "Innenstädte beklagen den Verlust der Kaufhäuser, weil dadurch Bezugspunkte verloren gehen. Sozialkaufhäuser sollten in Zukunft diese frei gewordenen Plätze deutlicher entdecken, auch architektonisch."

Die Bewegung der Sozialkaufhäuser mit dem Verkauf meist gespendeter gebrauchter Waren wie Kleidung und Möbel zu günstigen Preisen sei ab Mitte der 1990er Jahre groß geworden, sagte Hoburg. Oberstes Ziel sei zunächst die Wiedereingliederung erwerbsloser Menschen in den Arbeitsmarkt über Beschäftigung und Qualifizierung gewesen. 

Doch die Projekte hätten sich weiter entwickelt: "Sozialkaufhäuser haben ihr Warenangebot vergrößert und sind immer mehr zu Allroundern geworden, die kommerziellen Kaufhäusern in der Struktur ähneln. Gleichzeitig entstehen sowohl Spezialisierungen von Sozialkaufhäusern zum Beispiel auf Antiquitäten als auch Kettenbildungen durch Filialisierung."

Seit 2010 expandiere der Markt massiv, Träger seien meist Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege. Hoburg: "Gründe für das Wachstum dürften die steigende Armut in bestimmten Regionen und Bevölkerungsschichten sowie Migration, Zuzug und Asyl sein." Aber auch das wachsende Bewusstsein vieler Kundinnen und Kunden für einen nachhaltigeren Konsum sei ein Wachstumsmotor. "Sie sind Teil einer sozialen Konsum- und Einkaufsgesellschaft aller Schichten, in der Aspekte der Wiederverwendung und damit der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielen."