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Samstag, 18. April 2026

Kleine Gäste sind zurück

Im Oktober vergangenen Jahres machte eine Mitarbeiterin des Werkhofs eine besondere Entdeckung: In der Nähe ihrer Privatadresse fand sie mehrere kleine, hilflose Igelkinder, die dringend Unterstützung benötigten. Sie brachte die Tiere zur Igelhilfe, wo sie mit viel Fachwissen und Geduld aufgepäppelt und sorgfältig auf den Winter vorbereitet wurden.

Als die Zeit reif war, durften die jungen Igel wieder hinaus in die Natur – allerdings nicht irgendwo. Mehrere Werkhof‑Kolleginnen und ‑Kollegen erklärten sich bereit, die Tiere zur Auswilderung in ihre naturnahen Gärten aufzunehmen. Dort fanden die Igel auf Zeit einen geschützten Rückzugsort, passende Verstecke und vor allem Ruhe.

Auch unsere Lehrwerkstatt engagierte sich: Im November wurden eigens für die Igelhilfe mehrere Igelhäuser gebaut und übergeben.
In den letzten Märztagen sind die Igel aus ihrem Winterschlaf erwacht. Immer noch gut genährt und offenbar wohlauf durchstreifen sie nachts wieder die Gärten der Werkhof‑Mitarbeitenden. Aktuelle Aufnahmen einer Wildtierkamera aus einem der Gärten zeigen die nächtlichen Besucher in Aktion. Nach ihren Ausflügen in die Umgebung kehren die Igel weiterhin regelmäßig zurück, um in den Igelhäusern tagsüber geschützt zu schlafen.
Die Entwicklung der letzten Monate zeigt, wie wichtig geeignete Lebensräume und Rückzugsorte für Wildtiere sind. Ein Punkt liegt uns dabei besonders am Herzen: Igel sind überwiegend nachts unterwegs und leider zunehmenden Gefahren ausgesetzt. Vor allem Mähroboter, die in den Abend- oder Nachtstunden eingesetzt werden, stellen eine große Gefahr dar. Wer einen Garten besitzt, kann mit einer einfachen Maßnahme helfen – Mähroboter bitte nur tagsüber laufen lassen.

So bleibt der Garten ein sicherer Ort für Igel und andere nachtaktive Tiere.

Fotos: privat