Freitag, 31. Oktober 2014
„Das Kaufhaus kenne ich schon…“
Fragen der Eingliederung von Menschen in den Arbeitsmarkt sind bei einem Besuch von Gertrud Maltz-Schwarzfischer im Mittelpunkt gestanden. Die Bürgermeisterin ließ sich in einer Runde mit pädagogischen Fachkräften von Angelika Krüger, Leiterin des Bereichs pädagogische Dienstleistungen beim Werkhof, eingehend über Probleme suchtkranker Arbeitsloser, problematischer Jugendlicher und von allein erziehenden Frauen informieren. Für diese Personenkreise bietet der Werkhof Kurse und Schulungen an. Betroffene werden so wieder an einen Tagesrhythmus und Arbeit herangeführt oder erfahren Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz.
Probleme entstünden häufig an den „Schnittstellen zwischen Ende einer Qualifizierungsmaßnahme und dem Einstieg in die raue Wirklichkeit eines Jobs in der freien Wirtschaft“, erläuterte Krüger. Häufig bräuchten Menschen dann weiterhin – sozialpädagogische – Begleitung, um bei auftretenden Schwierigkeiten beraten und unterstützt werden zu können. Dafür sei aber in der Regel bei den Trägern kein Geld da. Maltz-Schwarzfischer sicherte zu sich kundig zu machen und zu überlegen, ob „die Stadt hier etwas tun“ könne.
Vor der Gesprächsrunde ließ sich die Bürgermeisterin bei einem Rundgang durch Werkstätten und das Gebrauchtwarenhaus die Auftragslage, die Situation der Mitarbeitenden und darüber aufklären, welche Kooperationen der Werkhof mit der Stadt hat. Das Kaufhaus „kenne ich natürlich schon“, bekannte sie. Überrascht zeigte sich Maltz-Schwarzfischer über die Vielfalt, wo der Werkhof tätig ist, und die hohe Motivation der Mitarbeitenden, mit denen sie ins Gespräch kam.
