Ein Unternehmen der evangelischen Kirche und Logo Diakonie

Mittwoch, 15. Mai 2019

Zum Shoppen mit neuem Zwanzigsitzer

Oft stehen sie schon lang vorher an der Haltestelle und warten auf Philipp Axnix mit seinem Shuttle-Bus. Ältere Frauen und Männer in Ensdorf oder Ebermannsdorf, die selbst nicht (mehr) mobil sind, nutzen freitags den Fahrservice des Werkhofs Amberg-Sulzbach und lassen sich nach Schwandorf oder Amberg chauffieren. Es ist ein kostenloser Service, ein regelmäßiger Fahrdienst, der vom Werkhof angeboten und von mehreren Gemeinden finanziert wird. Ältere Bürger*innen können damit ihre Arzt- oder Behördenbesuche planen, einen Einkaufsbummel machen oder sich mit Bekannten und Freunden treffen. Donnerstags ist die Gemeinde Kummersbrück dran, sie ist 2018 in das Projekt mit eingestiegen.

Bislang konnten maximal acht, mit einem neu in Betrieb genommenen Fahrzeug können künftig bis zu 19 Personen befördert werden. Bei einer kleinen Feierstunde in Ensdorf ist der in der Türkei montierte Kleinbus in Betrieb genommen worden. Im Beisein der Bürgermeister aller beteiligten Gemeinden, Markus Dollacker von Ensdorf, Roland Strehl von Kummersbrück und Josef Gilch von Ebermannsdorf, ist der Bus der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Neuanschaffung ist durch einen Zuschuss des Inklusionsamtes der Region Oberpfalz vom Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) ermöglicht worden. Dessen Leiter, Wolfgang Eberl, begründete, dass mit dem Zuschuss aus „dem Bundesprogramm ,AlleImBetrieb’ ein Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung geschaffen“ und die „Mobilität von Menschen mit Einschränkungen, gerade im ländlichen Raum gefördert“ werde.
Das Angebot könne „bei Interesse auch auf weitere Gemeinden ausgedehnt werden“, warb Reinhard Lautenschlager vom Werkhof für das Angebot für ältere Landkreisbewohner.

Der Fahrer, Axnix, der Ende 2017 über das Jobcenter Amberg-Sulzbach zum Werkhof gekommen ist,
habe sich vom
einstigen AGHler „über mehrere Stationen und Fortbildungen zum festangestellten Fahrer mit Beförderungsschein“ vorgearbeitet hob Reinhard Lautenschlager die positive Entwicklung von Philipp Axnix hervor.
Neben den Senior*innen hole er mit dem neuen Shuttle-Bus auch täglich Teilnehmer von Beschäftigungsmaßnahmen, darunter einen Rollstuhlfahrer, ab und bringt sie zu den jeweiligen Einsatzstellen, Sprachkursen oder Werkstätten des Werkhofs und fährt sie abends wieder nach Hause.