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Unser Leitbild

Leitbild Werkhof Regensburg und Amberg-Sulzbach - gemeinnützige Einrichtungen der Diakonie

Grundsätze und Selbstverständnis

  1. Der Werkhof Regensburg mit seiner Niederlassung in Schwandorf und der Werkhof Amberg-Sulzbach sind auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätige Unternehmen. Sie bieten Arbeiten an, die von Kunden angefordert werden und müssen deren Anforderungen gerecht werden. Die Arbeiten können Produkte sein, aber auch Dienstleistungen. Die Arbeitsbereiche sind vielfältig, entsprechen den Marktanforderungen und werden weiterentwickelt. Marktkunden sind Kunden der Kaufhäuser, der Handwerksbetriebe und der handwerksähnlichen Dienstleistungen. Wir wollen die Marktkunden bei Beratung, Angebotserstellung, Arbeitsdurchführung und –abnahme optimal bedienen. Mängel werden erfasst, erkannt und zeitnah abgestellt.
  2. Die Werkhöfe sind zugleich Auftragnehmer von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und bieten Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Integrationsleistungen an. Diese Leistungen sind konsequent auf die Eingliederung der Teilnehmer in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgerichtet. Zur Zielerreichung bedienen sich die Werkhöfe ihrer Zweckbetriebe. Auftraggeber sind die Agentur für Arbeit und Jobcenter in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Niederbayern, das Integrationsamt, das Sozialministerium, der Integrationsfachdienst, die Staatsanwaltschaft und die Kommunen. Erwartungen dieser Kunden erfüllen wir durch passgenaue Angebotserstellung bezüglich der Zielgruppen, klare Zielvorgaben bei der Auftragsübernahme, regelmäßige Evaluierung des Projektstandes, gegebenenfalls Korrektur und Zieländerung. Über Inhalte, Methoden und Ergebnisse wird der Auftraggeber regelmäßig informiert.
  3. Auch die Teilnehmer derartiger Maßnahmen sind Kunden und kommen zu uns mit spezifischen Erwartungen. Diese wollen und müssen wir erfüllen. Wir nehmen die Integrations-, Betreuungs- und Anleitungsarbeit genauso ernst, wie die Anforderungen der Marktkunden. Die Werkhöfe sind marktorientiert und ebenso beschäftigungsorientiert. Der daraus resultierende Zielkonflikt wird gelebt und täglich neu gelöst.
  4. Die Mitarbeitenden in den Werkhöfen haben einen hohen Stellenwert. Die Arbeit ist Plattform für Kreativität, Veränderung und Weiterentwicklung. Das Personal ist damit die wichtigste Ressource. Die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe hängt von Qualifikation, Motivation und Engagement unserer Mitarbeitenden ab. Flexibilität, Kompetenzerweiterung, Verantwortungsbereitschaft von Leitung und Belegschaft sind Grundlage für unsere Leistungsfähigkeit. Verfahren zu Fort- und Weiterbildung, zu Aufgaben- und Stellenbeschreibungen sowie zur Eingruppierung und zur Führung von Mitarbeitergesprächen sind erstellt und werden durchgeführt. Fehler werden in den Werkhöfen nicht personalisiert sondern im Gesamtzusammenhang betrachtet. Deren Ursachen werden erkannt und gelöst. Gleichwohl haben durch grobe Fahrlässigkeit oder mangelnde Verantwortung verursachte Fehler arbeitsrechtliche Konsequenzen.
  5. Geschäftsführung und Bereichsleitungen orientieren sich an diesen Leitsätzen im Rahmen der Führung. Die Geschäftsführung erstellt die strategischen Ziele, übernimmt die Verantwortung für das Gesamtergebnis, für die Prozesse und deren Umsetzungen und entscheidet bei operativen Zielkonflikten. Geschäftsführung und Bereichsleitung vertrauen ihren Mitarbeitenden und lassen ihnen genügend Spielraum für Entwicklung und Entscheidung. Die Bereichsleitungen gestalten Prozesse eigenverantwortlich, achten auf ihre korrekte Umsetzung, geben Hilfestellung und treffen notwendige Entscheidungen in der Sache.
  6. Information und Kommunikation sind strategische Instrumente der Unternehmensleitung. Jeder Mitarbeitende erhält die zur Zielerreichung benötigte Information und weiß, mit wem er kommunizieren muss. Die Informationskanäle werden dementsprechend angelegt und die betroffenen Gremien rechtzeitig informiert.
  7. Im Rahmen des Qualitätsmanagements finden wir Verfahren und Instrumentarien um Leistungen beobachtbar, überprüfbar und damit auch verbesserbar zu machen. Diese dienen nicht zum Aufbau von Sanktionsmechanismen gegen Personen, sondern sollen die Prozesse und Abläufe transparenter und wirkungsvoller gestalten und notwendige Veränderungen erleichtern.
  8. Die Vielfalt der Werkhöfe in den Arbeitsbereichen und Aufträgen fordert von den Mitarbeitenden eine immer größer werdende Selbständigkeit in der Wahrnehmung der Aufgaben und damit auch immer mehr Eigenständigkeit in der Durchführung und Ausgestaltung von Prozessen. Gleichzeitig wird die Fähigkeit zu gelungener Kommunikation und Kooperation zu einer der wichtigsten Anforderungen an die Beschäftigten. Diese Entwicklung haben die Geschäfts- und Bereichsleitungen zu fördern. Jahresversammlungen, Bereichssitzungen, Jahresabschlussessen und Sommerfeste dienen als Instrumentarien.